Wassermacher
60 l/h aus Meerwasser – volle Tanks ohne Hafenstopp, auch vor Lastovo und Vis.

Der Segeltörn von Šibenik nach Dubrovnik, Tag für Tag: von den Inselstädten Hvar und Korčula über den Mljet-Nationalpark bis zu den Mauern von Dubrovnik – und über Lastovo und Vis wieder heim. Autark an Bord der Miss Moneypenny.
Das hier ist kein Charter-Prospekt, sondern ein echter Eigner-Törn. Jedes Jahr an Himmelfahrt sticht dieselbe Truppe in See – das „Himmelfahrtskommando“: Skipper Jo am Ruder, dazu Axel, Chris, Heiko und ich selbst, Dominik, als Co-Eigner an Bord. Diesmal führte uns der Segeltörn von Šibenik in gemächlichen Etappen immer weiter nach Süden, bis vor die Mauern von Dubrovnik.
Die Miss Moneypenny war zwei Wochen lang in den Händen unseres Skippers Jo: In der ersten Woche haben wir unseren Vater-Sohn-und-Freunde-Trip genossen, in der zweiten Woche kam die „Aloha Crew“ an Bord und brachte das Schiff wieder zurück nach Šibenik. So geht die Strecke als Zwei-Wochen-Rundtörn auf – ob mit Crew-Wechsel in Dubrovnik oder komplett hin und zurück.
Das Schöne an diesem Törn: Rund um Hvar, Korčula und Šolta habt ihr unzählige Optionen. Entweder lauft ihr Häfen an und schaut euch die Inselstädte an, oder ihr sucht euch eine der vielen malerischen Ankerbuchten. Dabei lässt sich jede Insel oben oder unten umrunden – legt die passende Route je nach Wind am besten jeden Morgen neu fest. Und genau hier spielt ein autarker Katamaran seine Stärken aus: Mit Wassermacher und Solaranlage bleibt ihr dort, wo es schön ist, statt jeden Abend eine Marina suchen zu müssen.
Ehrlich gesagt: Dubrovnik liegt weit im Süden. Wer nur eine Woche Zeit hat, segelt besser eine kompakte Runde im Heimatrevier – etwa den Törnvorschlag durch die Kornaten ab Šibenik. Für zwei Wochen aber gehört dieser Weg zu den schönsten Strecken der Adria.

Das „Himmelfahrtskommando“ bei der Ankunft im Hafen – Dominik und Chris.
Ein Anreisetag und sieben Etappen nach Süden bis Dubrovnik – und fünf Etappen über Lastovo und Vis wieder zurück nach Šibenik. Die Fotos stammen von genau diesem Törn.
Tag 1 · SamstagCheck-in in der Marina Mandalina, Bordeinweisung mit Skipper Jo, Proviant für zwei Wochen verstauen. Bei uns gilt die Tradition: Am ersten Tag laufen wir nicht mehr aus. Alle sind von der Anreise gestresst und müssen sich an Bord erst einrichten – und weil wir uns sonst nicht allzu oft sehen, gibt es viel zu besprechen und das eine oder andere Anlegerchen zu servieren.
Tag 2 · SonntagEndlich ablegen – durch den St.-Anthony-Kanal hinaus ins Šibeniker Archipel. Highlight des Tages ist die Bucht Mala Luka an der Insel Veli Drvenik: türkises Flachwasser über hellem Sand, ein Klassiker zum Schwimmen und Schnorcheln. Wer mehr Infrastruktur möchte, läuft Rogoznica mit der Marina Frapa an. Abends das erste Mal frei vor Anker, während die Sonne den Himmel in Flammen setzt. In der Bucht ist viel Platz für viele Schiffe, der Anker hält gut, und abends kehrt Ruhe ein.
Tag 3 · MontagHinüber zur Insel Šolta, der ruhigen kleinen Schwester von Split. Die Bucht Šešula ist ein gut geschützter Ankerplatz mit zwei Konobas am Ufer; gleich nebenan liegt das hübsche Maslinica mit dem Schlosshotel Martinis Marchi. Olivenhaine, Inselhonig und kaum Betrieb – ein bewusster Kontrapunkt zum nahen Split.
Tag 4 · DienstagWeiter zu den Pakleni-Inseln vor Hvar. In der Ankerbucht Palmižana festmachen und mit dem Beiboot nach Hvar-Stadt übersetzen: Festung Španjola, das älteste Gemeindetheater Europas und die elegante Hafenpromenade. Wer es ruhiger mag, bleibt über Nacht in den Pakleni und genießt den Trubel nur tagsüber.
Tag 5 · MittwochKurzer Schlag zur kleinen Insel Šćedro südlich von Hvar – für viele der heimliche Höhepunkt des Törns. Die tief eingeschnittene Bucht Lovišće ist glasklar, geschützt und fast menschenleer. Hier zeigt sich, wofür ein autarkes Boot gemacht ist: ankern, schwimmen, das SUP zu Wasser lassen und einfach bleiben. Dank Wassermacher und Solaranlage braucht es dafür keinen Hafen.
Tag 6 · DonnerstagHinüber zur Insel Korčula. Die ummauerte Altstadt – „Klein-Dubrovnik“ und angebliche Geburtsstadt Marco Polos – ist ein Fischgräten-Labyrinth aus Gassen, Kathedrale und Stadttürmen. Die Marina ist allerdings happig teuer; wir sparen uns die Kosten und gehen an eine Boje direkt neben Lumbarda – ideal, um die Vorräte aufzufüllen. Die Boje kostet hier rund 5 € pro Meter (also etwa 60 € als Richtwert), was wirklich fair ist. Eine der schönsten Konobas liegt direkt in Sichtweite: Wer an der Boje liegt, isst dort vergünstigt zu Abend, direkt auf der Terrasse am Wasser.
Tag 7 · FreitagNächster Stopp: der Nationalpark Mljet. Optional kehrt ihr oben in den Nationalpark ein (Tagesticket rund 20–30 €) und besichtigt die Salzseen – die Parkgrenze ist etwa auf halber Insel gut auf dem Plotter zu erkennen. Uns hat es wieder an eine Boje gezogen, diesmal an der wunderbaren Marijina Konoba. Die Boje ist kostenlos, dafür solltet ihr einen großzügigen Aufschlag fürs Essen einplanen: Wenn der Kellner schon mit dem Boot zur Boje kommt, um die Karte vorzustellen, weiß man, was die Stunde geschlagen hat. Bestes Rib-Eye-Steak seit Jahren!
Tag 8 · SamstagHeute geht es direkt von Mljet nach Dubrovnik – vorbei an den Elaphiten-Inseln Šipan, Lopud und Koločep. Am späten Nachmittag die Ansteuerung der Stadt, wenn die Sonne die Mauern golden färbt: der emotionale Höhepunkt des Törns. Liegeplatz in der ACI Marina Dubrovnik (Komolac), von dort mit Bus oder Boot in die Altstadt – die rund 2 km lange Stadtmauer umrunden, durch die Gassen treiben, abends ein Sundowner in der Klippenbar Buža mit Blick auf die offene See und die Insel Lokrum. Für unser Himmelfahrtskommando endet hier die Etappe: Skipper Jo übernimmt in Dubrovnik die „Aloha Crew“ für den Weg zurück nach Norden.
Tag 9 · SonntagEntspannter Auftakt der Heimreise – vorbei an den Elaphiten-Inseln Šipan, Lopud und Koločep. Wer den Trubel hinter sich lassen will, ankert an der Südspitze von Mljet in der Sandbucht Saplunara oder kehrt in die stille Ostbucht Okuklje ein. Die erste Nacht wieder ganz für euch – nach den Menschenmengen Dubrovniks die schönste Medizin.
Abstecher auf die entlegene Insel Lastovo – einst militärisches Sperrgebiet, heute Naturpark mit einem der dunkelsten Sternenhimmel der Adria. Die „versteckte Bucht“ Skrivena Luka im Süden macht ihrem Namen alle Ehre: rundum geschützt, kaum bebaut. Lastovo hat fast keine Infrastruktur – genau hier spielt die Miss Moneypenny ihre Autarkie voll aus.
Die am weitesten draußen liegende bewohnte Insel Kroatiens. Vom Fischerort Komiža lohnt der Tagesausflug zur Blauen Grotte auf der Nachbarinsel Biševo. Im Osten liegt die spektakuläre Felsbucht Stiniva, durch ein schmales Felsentor erreichbar – einer der schönsten Strände Europas. Der längste Schlag des Törns, oft unter verlässlichem Maestral.
Zurück Richtung Festland. Je nach Wind und Laune ein letzter Inselstopp – noch einmal Hvar oder die ruhige Bucht Šešula auf Šolta. Vorräte auffüllen, ein letztes Konoba-Abendessen mit der Crew, während der Törn langsam ausklingt.
Heimkurs ins Šibeniker Revier. Wer mag, hängt eine letzte einsame Nacht bei Žirje oder im Šibenik-Archipel an, bevor es am nächsten Morgen zum Check-out in die Marina Mandalina geht. Auf dem letzten Schlag durch den Šibeniker Kanal grüßt die Festung St. Michael – Ankunft im Heimathafen.
Je weiter es nach Süden geht, desto dünner wird die Infrastruktur. Lastovo, Vis, Mljet und die Elaphiten haben nur wenige Liegeplätze, und rund um Dubrovnik zählen die Marinas zu den teuersten des Landes. Was ein Katamaran-Liegeplatz im Revier kostet, zeigt die Übersicht der Marina-Liegeplätze & Preise.
Mit dem Wassermacher der Miss Moneypenny laufen 60 Liter Frischwasser pro Stunde. Die Solaranlage hält Kühlschrank, Navigation und Licht am Laufen – ganz ohne Generator. So könnt ihr auf einem so langen Törn immer wieder ganze Tage frei vor Anker verbringen, statt Häfen anzusteuern. Mehr dazu auf der Seite zur Yacht.
60 l/h aus Meerwasser – volle Tanks ohne Hafenstopp, auch vor Lastovo und Vis.
Lautlose Energie – kein Generator, kein Lärm, kein Treibstoff.
Ganze Tage in einsamen Buchten – ohne Zwangs-Marina am Abend.
Gerade im teuren Süden bedeutet jede Ankernacht direkt mehr Budget für Erlebnisse.
Lastovo, Vis und Mljet haben wenig Infrastruktur. Der Wassermacher (60 l/h) und die Solaranlage der Miss Moneypenny machen euch unabhängig – ihr bleibt in den Buchten, statt teure Marinas anzusteuern.
Für den Mljet-Nationalpark und die Naturparks Lastovo und Telašćica fallen Eintritts- bzw. Bojengebühren an. Vignetten online vorbuchen oder bei der Ranger-Station lösen.
Auf der langen Südstrecke kann der Südwind Jugo Schläge zäh machen. Plant Puffertage ein und prüft die Vorhersage – Hintergründe dazu im Ratgeber zum Jugo.
Juni und September sind ideal: verlässlicher Maestral, warmes Wasser, weniger Boote. Plant im Schnitt 20–25 sm pro Tag, damit nach jedem Schlag Zeit zum Ankern und Schwimmen bleibt.

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