Einsame türkise Ankerbucht in den Kornaten, Kroatien
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Die schönsten Ankerbuchten Kroatiens

Von Telašćica über die Kornaten bis zu den Inseln Mitteldalmatiens: die schönsten Ankerbuchten Kroatiens – mit Lage, Charakter und Schutz vor Wind und Wetter.

Von Dominik · Co-Eigner der Miss Moneypenny
Aktualisiert Juni 2026 · Segler seit dem 14. Lebensjahr – mehrere Wochen im Jahr auf der kroatischen Adria.
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Worum es hier geht

Wo Kroatien am schönsten ankert.

Die schönsten Ankerbuchten Kroatiens liegen dicht beieinander: ein Inselarchipel aus mehr als tausend Eilanden, dazwischen geschützte Naturhäfen, türkise Sandbuchten und tiefe, fjordartige Einschnitte. Diese Seite ist eine ehrliche Auswahl der schönsten Buchten Kroatiens – mit Schwerpunkt auf dem Aktionsradius ab Šibenik, dem Heimathafen der Miss Moneypenny. Zu jeder Ankerbucht findet ihr Lage, Charakter, den Schutz vor welchem Wind und das, was sie besonders macht.

Wichtig zur Abgrenzung: Hier geht es um das Wo – welche Ankerbucht in Kroatien sich wofür eignet. Die Regeln, also Ankergebühren, Bojenfelder, Nationalpark-Vignetten und die richtige Ankertechnik, behandeln wir gesondert im Ratgeber Ankern in Kroatien. Wer von Šibenik aus startet, hat den Vorteil, dass die ruhigen Inseln Zlarin und Prvić, der Naturpark Telašćica und die ersten Kornaten-Buchten allesamt in wenigen Stunden erreichbar sind.

Die Auswahl

Schönste Buchten Kroatiens – von Telašćica bis Brač.

Acht Ankerbuchten mit Charakter – geordnet grob nach Distanz ab Šibenik.

Telašćica (Dugi Otok)

Naturpark an der Südspitze von Dugi Otok, nördlich der Kornaten.

Eine der größten und sichersten Naturbuchten der Adria mit zahllosen Seitenarmen. Über einen kurzen Fußweg erreicht man den Salzsee Mir und die steil abfallenden Klippen zum offenen Meer. Schutz vor nahezu allen Richtungen – auch bei Bora ein verlässlicher Rückzugsort. In wenigen Stunden ab Šibenik erreichbar.

Kornaten-Buchten (Levrnaka, Lojena, Opat)

Nationalpark Kornaten, das Insellabyrinth zwischen Šibenik und Zadar.

Karge, fast mondartige Inseln mit türkisem Wasser und kaum Bebauung. Levrnaka und die Sandbucht Lojena gehören zu den fotogensten Ankerplätzen, Opat im Süden liegt günstig zur Rückfahrt. In den Schutzzonen gilt teils Bojenpflicht, eine Nationalpark-Vignette ist Pflicht. Schutz je nach Bucht – bei Maestral angenehm, bei Bora die Nordlagen meiden.

Šibenik-Archipel (Zlarin & Prvić)

Kleine autofreie Inseln direkt vor dem Heimathafen Šibenik.

Zlarin und Prvić liegen so nah am Stützpunkt, dass sie sich auch für einen entspannten ersten oder letzten Törntag eignen. Ruhige Ankerbuchten, kleine Fischerorte, kurze Wege. Guter Schutz vor Maestral; bei Jugo die nach Süden offenen Buchten meiden. Der am leichtesten ab Šibenik erreichbare Ankerplatz.

Maslinica (Šolta)

Westspitze der Insel Šolta, gegenüber von Split.

Eine geschützte, fjordartige Bucht mit vorgelagerten Inselchen und einem kleinen, hübschen Hafen. Beliebter Stopp auf dem Weg in Richtung Mitteldalmatien. Guter Allwetterschutz im inneren Becken; bei starkem Westwind kann es vor dem Eingang ruppig werden. Ab Šibenik gut an einem Segeltag erreichbar.

Stiniva & Budikovac (Vis)

Süd- und Ostseite der vorgelagerten Insel Vis, weit draußen in der Adria.

Stiniva ist eine berühmte, von Felswänden gerahmte Mini-Bucht – wegen des engen Zugangs eher zum Ankern davor und Hineinschnorcheln. Vor der Insel Budikovac liegt eine flache, türkise Lagune. Vis liegt weiter draußen: am schönsten auf einem längeren Törn ab Šibenik. Schutz wechselt mit der Richtung, vorher Wetter prüfen.

Pakleni-Inseln (Hvar)

Kleine Inselgruppe direkt vor der Stadt Hvar.

Ein Streuobst aus Buchten und Ankerplätzen mit klarem Wasser und kurzer Distanz zum Nachtleben von Hvar. Beliebt und im Hochsommer voll – früh am Tag eintreffen. Einzelne Buchten bieten Schutz aus unterschiedlichen Richtungen, sodass sich fast immer ein windgerechter Platz findet. Auf einem mehrtägigen Törn ab Šibenik gut machbar.

Lučice (Brač)

Südküste der Insel Brač, nahe dem Ort Milna.

Eine tief eingeschnittene, mehrarmige Bucht mit Pinienufern und ruhigem Wasser. Sehr guter Schutz aus mehreren Richtungen macht sie zu einem klassischen Übernachtungsplatz. Bei Jugo aus Süd-Südost kann Schwell hereinlaufen – dann in die inneren Arme verholen. Liegt auf der Strecke nach Mitteldalmatien, ab Šibenik an einem langen Segeltag erreichbar.

Krka-Mündung & Skradin

Im geschützten Šibeniker Kanal flussaufwärts, am Tor zum Krka-Nationalpark.

Kein klassischer Ankerplatz im Türkis, aber ein windgeschützter Rückzugsort tief im Land – ideal, wenn draußen Bora oder Jugo wehen. Von Skradin aus erreicht man die Wasserfälle des Krka-Nationalparks. Praktisch unmittelbar ab dem Heimathafen ansteuerbar.

Das Herzstück

Kornaten & Telašćica – das Revier vor der Haustür.

Die 89 Inseln des Nationalparks Kornaten sind das landschaftliche Gegenstück zu den Städten Dalmatiens: karg, fast mondartig, kaum bebaut – und genau deshalb so eindrucksvoll. Wer hier ankert, liegt oft allein in einer türkisen Bucht, mit nichts als Stein, Wasser und Wind. Direkt nördlich schließt der Naturpark Telašćica an, dessen weit verzweigte Hauptbucht bei nahezu jedem Wetter Schutz bietet.

Beides liegt ab Šibenik in wenigen Stunden – ideal für einen Törn, der Natur über alles stellt. Eine ausführliche Tagesetappe haben wir im Törnvorschlag für die Kornaten beschrieben; das Revier selbst stellen wir unter Segeln in den Kornaten vor. Für beide Schutzgebiete gilt: Nationalpark-Vignette vorab besorgen und in den Schutzzonen die ausgewiesenen Bojen nutzen.

Luftbild der Kornaten mit zahlreichen einsamen Ankerbuchten
Katamaran sicher vor Anker in einer geschützten Bucht Kroatiens
Welche Bucht bei welchem Wind

Schutz richtig wählen.

Ob eine Ankerbucht in Kroatien angenehm oder unruhig ist, entscheidet fast immer der Wind. Der thermische Maestral aus Nordwest baut sich über Mittag auf und weht nachmittags mit 3–5 Beaufort – nach Nordwest offene Buchten werden dann schwellig. Die Bora aus Nordost ist seltener im Sommer, kommt aber böig und plötzlich; nach Norden offene Ankerplätze sind dann zu meiden. Der Jugo aus Süd-Südost schiebt langen Seegang vor sich her, sodass nach Süden offene Buchten unruhig werden.

Praktisch heißt das: Bei Bora oder schlechtem Wetter sind Telašćica, der Šibeniker Kanal und die Krka-Mündung bei Skradin verlässliche Rückzugsorte. Mehr zur Mechanik der Adria-Winde lest ihr unter Winde in Kroatien; wie Ankern, Bojenfelder und Gebühren im Detail funktionieren, steht im Ratgeber Ankern in Kroatien.

An Bord

Tagelang autark in der Bucht.

Die schönsten Ankerbuchten Kroatiens entfalten ihren Reiz erst, wenn man bleiben kann. Die Miss Moneypenny – ein Lagoon 400 S2 mit nur 1,30 m Tiefgang – steuert auch flachere Buchten an, wo tiefere Yachten nicht hinkommen. Ein Wassermacher per Umkehrosmose, ein 300-Liter-Tank sowie eine leistungsstarke Solaranlage mit Inverter machen das Schiff für mehrere Tage unabhängig von Marina und Steckdose.

Die elektrische Ankerwinsch nimmt das Ankermanöver ab, die Außendusche an der Badeplattform und die Schnorchelausrüstung gehören zum Bordstandard. So lässt sich morgens in der einsamen Kornaten-Bucht schwimmen und abends die nächste Ankerbucht ansteuern – ohne abends zwingend einen Hafen suchen zu müssen. Wer das Revier rund um den Heimathafen genauer kennenlernen möchte, findet alle Details unter Segelrevier Šibenik.

Miss Moneypenny

Eure Lieblingsbucht wartet.

Die Miss Moneypenny liegt in der Marina Mandalina, Šibenik – von dort erreicht ihr Telašćica, die Kornaten und die Inseln Mitteldalmatiens.

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Häufige Fragen

Ankerbuchten Kroatien – häufige Fragen.

Zu den schönsten Ankerbuchten Kroatiens zählen der Naturpark Telašćica mit dem Salzsee Mir, die einsamen Kornaten-Buchten wie Levrnaka und Lojena, Maslinica auf Šolta, Stiniva und Budikovac auf Vis, die Pakleni-Inseln vor Hvar und die mehrarmige Bucht Lučice auf Brač. Direkt vor dem Heimathafen Šibenik liegen außerdem die ruhigen Inseln Zlarin und Prvić.
Am schnellsten erreichbar sind die autofreien Inseln Zlarin und Prvić sowie die geschützte Krka-Mündung bei Skradin – sie eignen sich gut für den ersten oder letzten Törntag. Der Naturpark Telašćica und die ersten Kornaten-Buchten liegen ab der Marina Mandalina nur wenige Stunden entfernt. Inseln wie Vis oder Hvar lohnen sich auf einem mehrtägigen Törn.
Bei Bora aus Nordost bietet der Naturpark Telašćica mit seinen tiefen Seitenarmen sehr guten Schutz, ebenso der windgeschützte Šibeniker Kanal und die Krka-Mündung bei Skradin. Generell sollte man bei Bora und Maestral nach Norden offene Ankerbuchten meiden und Buchten suchen, die der Wind nicht direkt erreicht.
Für die Kornaten und den Naturpark Telašćica ist eine Nationalpark-Vignette nötig, die man am besten vorab online vorbestellt. In einzelnen Schutzzonen besteht zudem Bojenpflicht, freies Ankern ist dort also nicht erlaubt. Die Regeln, Gebühren und Bojenfelder erklären wir ausführlich im Ratgeber Ankern in Kroatien.
Ja. Die Miss Moneypenny ist ein Lagoon-400-S2-Katamaran mit Wassermacher, 300-Liter-Wassertank und leistungsstarker Solaranlage und kann dadurch tagelang autark vor Anker liegen. Der geringe Tiefgang von nur 1,30 m erlaubt es, auch flachere Ankerbuchten anzusteuern. Wo Bojenpflicht gilt, nutzt ihr statt des Ankers ein Bojenfeld.
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