Distanzen
Kurze Etappen (Dalmatien) bedeuten entspanntes Segeln und Zeit zum Baden. Größere Schläge im Norden und Süden verlangen mehr Routine.

„Segelrevier Kroatien" klingt nach einer Region, ist in Wahrheit aber eine lange, stark gegliederte Küste mit mehr als 1.000 Inseln. Vom istrischen Nordwesten über die Kvarner Bucht bis hinunter nach Süddalmatien rund um Dubrovnik unterscheiden sich die Segelreviere Kroatiens deutlich – in der Inseldichte, in den Distanzen zwischen den Ankerplätzen, im Wind und darin, wie viel Betrieb in der Hochsaison herrscht. Die ehrliche Antwort auf die Frage „wo segeln in Kroatien?" lautet daher: Es kommt darauf an, was ihr sucht.
Drei Größen entscheiden, ob ein Revier zu euch passt: die Etappenlänge (wie weit liegt die nächste Bucht?), der Schutz vor Wind und Seegang und die Inseldichte. Wer zum ersten Mal selbst chartert oder mit Kindern unterwegs ist, will kurze Schläge und geschützte Reviere; erfahrene Crews suchen vielleicht den großen Schlag und exponiertere Ankerplätze. Im Folgenden ordnen wir die fünf klassischen Segelreviere Kroatiens von Nord nach Süd ein.
Istrien ist die nördlichste Spitze der kroatischen Adria – geprägt von venezianisch anmutenden Hafenstädten wie Rovinj und Poreč, gutem Essen und Wein. Inseln gibt es hier vergleichsweise wenige, die Distanzen entlang der Westküste sind größer, und das Revier ist offener und stärker der Bora ausgesetzt, dem katabatischen Fallwind aus Nordost. Istrien ist eher ein Genuss- und Kulturrevier als ein klassisches Inselhopping-Gebiet.
Die Kvarner Bucht südlich davon – mit den großen Inseln Cres, Lošinj, Krk und Rab – liegt dazwischen: mittlere Distanzen, ein ruhigeres Revier mit weniger Charterbetrieb, aber bekannt für ihre Bora-Anfälligkeit, gerade in den Übergangsmonaten. Beide Reviere im Norden belohnen erfahrenere Crews, die mit wechselhaftem Wind und längeren Etappen umgehen können. Wie der Wind hier tickt, lest ihr im Detail in unserem Ratgeber zu den Winden Kroatiens .
Wer den Norden vertiefen möchte, findet im eigenen Revier-Guide Istrien einen vollständigen Überblick mit Häfen, Ankerbuchten und Tipps.


Norddalmatien rund um Zadar und Šibenik ist das dichteste Inselrevier des Landes. Allein der Kornaten-Nationalpark umfasst 89 Inseln auf engstem Raum, dazu kommen der Krka-Nationalpark mit seinen Wasserfällen, das Schutzgebiet Telašćica und unzählige geschützte Buchten. Die Etappen sind kurz, viele Kanäle liegen windgeschützt – ideal für Einsteiger und Familien. Für die Kornaten und Telašćica braucht ihr eine Nationalpark-Vignette, die ihr am besten vorab online bestellt.
Mitteldalmatien rund um Split und Hvar schließt nahtlos an: immer noch viele Inseln, kurze bis mittlere Distanzen und der verlässlichste Maestral der Adria. Hvar und Split gehören im Hochsommer zu den belebtesten Häfen überhaupt – wer es ruhiger mag, segelt in den goldenen Monaten Juni und September. Routen durch dieses Herzstück findet ihr in unserer Dalmatien-Routenübersicht und konkret rund um den Heimathafen im Revier-Guide Šibenik .
Süddalmatien zwischen Korčula, der grünen Insel Mljet mit ihrem Nationalpark und Dubrovnik ist landschaftlich das vielleicht spektakulärste Segelrevier Kroatiens. Die Inseln sind weiterhin zahlreich, die Distanzen aber tendenziell größer als in Dalmatiens Mitte, und neben dem Maestral spielt hier der warme, feuchte Jugo aus Süd-Südost eine Rolle. Rund um Dubrovnik wird es in der Hochsaison voll – die Stadt zieht Charterer aus dem ganzen Mittelmeer an.
Der Süden lohnt sich besonders für Crews mit etwas Erfahrung, die größere Schläge nicht scheuen und das mediterrane Flair von Korčula und Dubrovnik suchen. Für eine entspannte erste Woche unter Segeln ist er weniger geeignet als die dichteren, geschützteren Reviere weiter nördlich.

Inseldichte, Distanzen, Wind, Andrang und Eignung der fünf klassischen Reviere im direkten Vergleich.
| Revier | Inseln | Distanzen | Wind | Andrang | Eignung |
|---|---|---|---|---|---|
| Istrien (Nordadria) | wenige | größer | wechselhaft, Bora-exponiert | moderat | Genuss & Kultur |
| Kvarner Bucht | mittel | mittel | Bora-anfällig | ruhiger | Fortgeschrittene |
| Norddalmatien (Zadar/Šibenik/Kornaten) | sehr viele | kurz | geschützt, Maestral | gemischt | Einsteiger & Familien |
| Mitteldalmatien (Split/Hvar) | viele | kurz–mittel | verlässlicher Maestral | hoch im Sommer | Allrounder |
| Süddalmatien (Korčula/Mljet/Dubrovnik) | viele | größer | Maestral & Jugo | hoch um Dubrovnik | Erfahrene & Genießer |
Kurze Etappen (Dalmatien) bedeuten entspanntes Segeln und Zeit zum Baden. Größere Schläge im Norden und Süden verlangen mehr Routine.
Der thermische Maestral ist in Dalmatien am verlässlichsten. Der Norden ist Bora-exponiert, im Süden kommt der Jugo dazu.
Je mehr Inseln auf engem Raum, desto mehr Buchten zur Auswahl und desto kürzer der Weg zur nächsten Ankermöglichkeit.
Hvar und Dubrovnik sind im Hochsommer voll. Juni und September bringen Platz in den Buchten bei warmem Wetter und gutem Wind.
Wenn ihr uns fragt, wo man im Segelrevier Kroatien am besten startet, lautet die Antwort: Mitteldalmatien, konkret ab Šibenik. Dieses Revier vereint, was die anderen jeweils nur teilweise bieten. Die Distanzen sind kurz genug für entspannte Halbtagesschläge, die Kanäle und Buchten liegen geschützt, und der Maestral baut sich von Mai bis September verlässlich auf. Innerhalb weniger Stunden erreicht man von Šibenik aus die 89 Inseln der Kornaten, die Wasserfälle des Krka-Nationalparks, das Schutzgebiet Telašćica sowie die Städte Trogir, Split und Hvar.
Damit deckt ein einziger Startpunkt beide Welten ab: das ruhige Naturrevier der Kornaten und die lebhaften Kulturhäfen Dalmatiens. Genau diese Mischung macht Šibenik zum idealen, geschützten Allrounder – für die erste eigene Woche ebenso wie für eine Familiencrew. Eine konkrete Wochenroute durch dieses Revier findet ihr in unseren Törn-Routen für Kroatien , und das Naturrevier selbst beschreiben wir im Detail im Guide Segeln in den Kornaten .
Genau hier liegt auch die Miss Moneypenny: Unser Lagoon 400 S2 hat seinen Heimathafen in der Marina Mandalina in Šibenik – mitten im Allrounder-Revier, von dem aus jede der oben genannten Etappen in Reichweite liegt.
Die Miss Moneypenny liegt in der Marina Mandalina in Šibenik – von dort erreicht ihr Kornaten, Krka und die Städte Dalmatiens in wenigen Stunden.

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